Es gibt viele Wege und Instrumente, die den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen an unseren Standorten reduzieren sollen. Neben Maßnahmen im Bereich E-Mobilität und Letzte Meile werden auch an den Standorten gezielte Investitionen umgesetzt.
In den vergangenen Jahren hat Hermes Germany umfassende Investitionen in sein Logistiknetzwerk getätigt und neue Logistik-Center, u.a. in Bad Rappenau, Mainz, Graben bei Augsburg, Halle/Leipzig, Münster/Osnabrück und Ketzin bei Berlin sowie Hochleistungsdepots in Witten, Thiendorf bei Dresden und Weyhe bei Bremen eröffnet. Bei der Konzeption und dem Bau der Standorte wurden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) berücksichtigt. Alle genannten Standorte sind mit einer DGNB-Gold-Zertifizierung ausgezeichnet.
In unserem Standortbestand setzen wir auf eine sukzessive Modernisierung, z. B. durch Umrüstung auf LED-Technik, neue Heizungslösungen, Installation von Deckenventilatoren zur besseren Wärmeverteilung und den Einsatz energieeffizienter Motoren in den Paket-Sortieranlagen.
Um diese energetischen Verbesserungen und Investitionen optimal zu steuern, haben wir 2025 mit der Einführung der ISO 50001 für Energiemanagementsysteme (EnMS) begonnen. Diese Norm unterstützt uns dabei, den Energieverbrauch systematisch zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu reduzieren. Eine Zertifizierung nach ISO 50001 ist geplant. Bis 2028 soll der Primärenergieeinsatz für die Gebäudebeheizung um 7,5 % sowie der Energieverbrauch für die Beleuchtung um 5 % jeweils im Vergleich zum Kalenderjahr 2025 gesenkt werden.
Die Fortschritte bei der Energieeffizienz an unseren Standorten werden über ein Energiemonitoring-System erfasst. Das System deckt das gesamte Standort-Netz von Hermes Germany ab. So können wir jederzeit analysieren, wo weiterer Modernisierungsbedarf besteht und entsprechendes Handeln erforderlich ist.
Neben der Umrüstung und der Sanierung von Logistik-Standorten spielt beim Klima- und Umweltschutz ebenfalls die Wahl des Stroms eine Rolle. Durch die vollständige Umstellung auf Ökostrom mit dem Label „"Grüner Strom" im unternehmenseigenen Standort-Netzwerk wurden die CO₂-Emissionen an den Standorten reduziert. Dieses Label wird von deutschen Umweltverbänden empfohlen und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien.Statt dabei nur auf Ökostrom aus bereits vorhandenen Anlagen zu setzen, wird beim "Grüner Strom" Label für jede genutzte Kilowattstunde Strom ein fester Betrag direkt in den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien investiert. An unserem Logistik-Center in Langenhagen verfügen wir darüber hinaus über eine 7.200 m² große Photovoltaik-Anlage, die Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist.
An einigen Standorten seines Netzwerks hat sich der Paketdienstleister zudem die Expertise der Ortsverbände des Naturschutzbundes Deutschland (kurz: NABU) eingeholt, um auf den Betriebsgeländen Maßnahmen zur Förderung gebietsheimischer Pflanzen und Tiere umzusetzen, z. B. durch Insektenhotels, Baum- und Strauchbepflanzungen oder die Installation von Fledermausquartieren.
So nennen die Logistik-Center Langenhagen sowie Leipzig Insektenhotels ihr Eigen, an verschiedenen Hermes Logistik-Centern bundesweit wurden passende Baum- und Strauchbepflanzungen realisiert und die Zentrale des Paketlogistikers in Hamburg-Langenhorn ist z.B. aufgrund der Installation von Fledermausquartieren als „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet.